Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Elektro- und Elektronikgeräte sind eine breit gefächerte und sehr dynamische Produktgruppe, die einerseits durch immer kürzer werdende Lebenszyklen und steigende Verkaufszahlen und andererseits durch eine lange Lebensdauer und hohe Wertstoffgehalte gekennzeichnet ist. Durchschnittlich 749.000 Tonnen Altgeräte pro Jahr sind in den letzten zehn Jahren alleine in Deutschland angefallen. Die ausgesonderten Altgeräte gehören den verschiedensten Kategorien an wie zum Beispiel:

  • Haushaltsgroßgeräte (auch weiße Ware genannt): zum Beispiel Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke, Herde; je nach Alter und Markengerät gibt es noch Ersatzteile
  • Haushaltskleingeräte (ebenfalls zur weißen Ware zählend): zum Beispiel Staubsauger, Kaffeemaschinen, Mikrowellen; auch hier Markengeräte bieten Reparatur Chancen.
  • Informations- und Kommunikationstechnik-Geräte: zum Beispiel Computer, Monitore, Drucker, Handys, Telefone; dafür steht auch im Wertstoffhof ein Extra Container.
  • Unterhaltungselektronik-Geräte (auch braune Ware genannt): zum Beispiel Fernseher, Videorecorder, Digitalkameras; Fachwerkstatt, diese sind in der Regel nicht reparieren.
  • Gasentladungslampen. Es gibt hier die Neue Lösung mit LED, in der Regel nur der Starterwechsel erforderlich.

Elektro- und Elektronikgeräte enthalten eine Vielzahl von Stoffen und Materialien. Werden Elektro- und Elektronik-Altgeräte nicht sachgerecht, das heißt zum Beispiel über den Hausmüll entsorgt, kann es aufgrund der zum Teil noch enthaltenen Schadstoffe zu Umweltrisiken kommen. Neben Schadstoffen wie Schwermetallen und FCKW enthalten EAG aber auch eine Reihe von Wertstoffen, die es zurückzugewinnen und somit im Kreislauf zu führen gilt. Werden Elektro- und Elektronik-Altgeräte sachgerecht entsorgt, können so Primärrohstoffe (und damit deren aufwändige Gewinnung) ersetzt und ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet werden.

Um diese Ziele erreichen zu können, legt in Deutschland das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG in Umsetzung der Richtlinie 2012/19/EU über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (sogennannte WEEE) konkrete Pflichten für alle relevanten Akteure (Hersteller, Handel, Kommunen, Besitzer, Entsorger) fest.

Ab März 21 auch die neue Richtline mit den Neuen Energielabel A bis G . Die alten werden somit ungültig von A+++ bis D. Durch Abfallvermeidung, zumutbare Prüfungen zu Möglichkeiten einer Vorbereitung zur Wiederverwendung ganzer Geräte oder einzelner Bauteile sowie Anforderungen an die weitergehende Verwertung von Abfällen soll ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffemissionen erzielt werden.

Dabei bedarf es der aktiven Beteiligung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn nur wenn sie die Elektro- und Elektronik-Altgeräte in eine fachgerechte Sammlung geben, können die Ziele erreicht werden. Die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten durch Verbraucherinnen und Verbraucher kann auf mehreren Wegen erfolgen: Sie können die Altgeräte kostenlos bei ihrem öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (zum Beispiel auf dem Wertstoffhof) abgeben. Unter bestimmten Umständen ist auch der Elektrofachhandel zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet. Um die Verbraucherinnen und Verbraucher für ihre Pflichten und Möglichkeiten zu informieren und sensibilisieren, wird derzeit eine Kampagne mit dem Titel “Plan E” durchgeführt. Hier können sich Verbraucherinnen und Verbraucher über alle wichtigen Hintergründe und Möglichkeiten informieren.

Quelle: Stand 3 /21

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Quellen: BMU